Musterbefund · Beispieldaten

Metabolic Health

Genetik und Epigenetik

Ihr Stoffwechselprofil auf zwei Ebenen: die angeborene genetische Veranlagung und die epigenetischen Marker, die sich durch Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress verändern lassen.

Befund für
Muster, Erika
Probenahme
08.04.2026
Material
Trockenblutkarte
Auswertungen
17 + 4 epigen.

Das Prinzip

So lesen Sie diesen Befund.

Dieser Befund kombiniert zwei Ebenen: Ihre Genetik — angeboren und unveränderlich — und Ihre Epigenetik, die durch den Lebensstil beeinflussbar ist. Beide werden auf derselben Skala dargestellt.

Ebene 1 · Genetik

Ihre Gene sind der Bauplan des Stoffwechsels: wie Sie Kohlenhydrate, Fette und Proteine verwerten, wie Appetit und Sättigung funktionieren, wie der Körper mit Vitaminen und Salz umgeht. Diese Veranlagungen ändern sich nicht.

Ebene 2 · Epigenetik

Die Epigenetik zeigt nicht, welche Gene Sie besitzen, sondern wie aktiv sie gerade sind. Diese vier Werte sind veränderbar — und damit die einzigen, an denen sich eine Intervention im Verlauf belegen lässt.

Orientierung

Wie lese ich die Skala?

Alle Auswertungen — genetische wie epigenetische — laufen auf derselben Ampel von 1 bis 9. Links rot, rechts grün: 1–3 rot, 4–6 gelb, 7–9 grün. Höher ist immer günstiger.

13579
1–3 · Rot
Außerhalb des optimalen Bereichs. Hier liegt der größte Hebel.
4–6 · Gelb
Moderater Unterstützungsbedarf. Gezielt beobachten.
7–9 · Grün
Im günstigen Bereich. Bestehende Routinen beibehalten.

Wichtig

  • Dieser Befund ist keine Diagnose. Die Einordnung erfolgt im Gespräch mit qualifiziertem Fachpersonal und stets im individuellen Kontext.
  • Vor einer genetischen Analyse sind Aufklärung und schriftliche Einwilligung erforderlich (Gendiagnostikgesetz).
  • Die genetischen Werte ändern sich nie. Nur die vier epigenetischen Werte eignen sich als Erfolgskontrolle.

Ergebnis auf einen Blick

Ihre vier beeinflussbaren Werte.

Diese vier Marker verändern sich durch Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress. Sie sind der Teil des Befunds, an dem sich Wirkung messen lässt — und der Grund für eine Kontrollmessung.

MarkerEbeneIhr WertOptimalEinordnung
LINE-1 · DNA-StabilitätMethylierung2 / 97–9Außerhalb
Entzündungsregulation (IL-6 & TNF-α)Methylierung7 / 97–9Optimal
miR-21 · Entzündung & MikronährstoffemicroRNA3 / 97–9Außerhalb
miR-155 · FTO-Regulation, FettgewebemicroRNA8 / 97–9Optimal

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Ihr Metabotyp: Balancierter Typ

Ihr Stoffwechsel bevorzugt keinen der drei Makronährstoffe. Empfohlene Verteilung: 55 % Kohlenhydrate · 20 % Protein · 25 % Fett bei einem berechneten Bedarf von 1.900 kcal/Tag.

Ihr Sporttyp: Ausdauertyp

ACE und ACTN3 sprechen für eine Ausdauerveranlagung. Längere, gleichmäßige Belastungen liegen Ihnen mehr als kurze Kraftspitzen — ein Kraftanteil bleibt dennoch wichtig.

Was daraus folgt

  • Zwei rote Werte — LINE-1 (2/9) und miR-21 (3/9). Beide hängen am Folat-, Zink- und Methylierungsstoffwechsel; die genetische MTHFR-Ausprägung (2/9) zeigt in dieselbe Richtung. Das ist der zentrale Ansatzpunkt dieses Befunds.
  • Zwei grüne Werte — Entzündungsregulation (7/9) und miR-155 (8/9) liegen im optimalen Bereich und sollten dort gehalten werden.
  • Eine Kontrollmessung ist frühestens nach 4 bis 6 Monaten sinnvoll.

Ergebnis auf einen Blick

Alle genetischen Auswertungen.

Siebzehn Auswertungen auf der Ampel 1–9. Diese Werte sind angeboren und ändern sich nicht — sie beschreiben, wo Ihr Stoffwechsel mehr Unterstützung braucht als der Durchschnitt.

HautfeuchtigkeitAQPR9/9· Günstig
Schwierigkeiten, das Gewicht zu halten8/9· Günstig
Salzsensitivität8/9· Günstig
Adipositas-Risiko7/9· Günstig
Vitamin DTransport, GC7/9· Günstig
Oxidativer ZellschutzSOD27/9· Günstig
Food Cravings6/9· Moderat
Hautelastizität & EntzündungIL-66/9· Moderat
Schwierigkeiten beim Gewichtsverlust5/9· Moderat
B-VitamineBedarf5/9· Moderat
Hunger-/Sättigungsregulation4/9· Moderat
Antioxidative KapazitätNADPH4/9· Moderat
Diabetes-Risiko3/9· Erhöhter Bedarf
Blutfette & Fettsäurestoffwechsel2/9· Erhöhter Bedarf
Omega-3-VersorgungALA → EPA/DHA2/9· Erhöhter Bedarf
FolatMTHFR2/9· Erhöhter Bedarf
Gewichtsverlust durch SportFTO2/9· Erhöhter Bedarf

Sortiert nach Wert, nicht nach Themengebiet. Die ausführliche Einordnung mit Genotypen und Interventionen folgt ab Seite 07.

Epigenetischer Status

Methylierung.

Die DNA-Methylierung zeigt, wie aktiv Ihre Gene gerade sind — gesteuert durch Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress. Anders als die Gene selbst sind diese Werte veränderbar.

LINE-1DNA-Stabilität

LINE-1-Elemente machen rund 17 % des Genoms aus. Ihre Methylierung gilt als Marker für die globale DNA-Regulation.

2 / 9Außerhalb
159

Ihr Wert liegt außerhalb des optimalen Bereichs. Am wirksamsten lässt sich dieser Marker über die am Folat-Stoffwechsel beteiligten Nährstoffe unterstützen — was durch Ihre MTHFR-Ausprägung (genetisch 2/9) zusätzlich an Bedeutung gewinnt.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Folsäuregrünes Blattgemüse, Tomate, Hülsenfrüchte, Nüsse, SprossentäglichBei Bedarf 2 Monate als Methylfolat (5-MTHF)
Riboflavin (B2)Keimlinge, Sprossen, KäsetäglichKofaktor der Methylierung
Cobalamin (B12)Ei, Käse, fermentierte LebensmitteltäglichRegeneration von aktivem Folat
MethioninParanüsse, Sesam, Soja, Erbsen, BlattgemüsetäglichDirekter Methylgruppen-Donator
Pyridoxin (B6)Kohl, grüne Bohnen, Linsen, BananentäglichKofaktor der Methylierung
BallaststoffeVollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchtemind. 30 g/TagBioverfügbarkeit sekundärer Pflanzenstoffe

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Entzündungsregulation (IL-6 & TNF-α)

Kombinierter Score aus der Methylierung beider Genregionen — nicht der akute Blutspiegel. Einzelwerte: IL-6 8/9 · TNF-α 6/9.

7 / 9Optimal
159

Ihr kombinierter Wert liegt im optimalen Bereich. Pflanzenbetonte, entzündungsarme Kost wirkt einem steigenden TNF-α-Aufkommen weiterhin vorbeugend entgegen.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
ResveratrolTraubenschalen, Himbeerkerne, Heidelbeeren, Erdnüsse1 Portion Beeren/TagReguliert Immunzellen, hemmt NF-κB
SulforaphanBrokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Kresse3–4×/WocheEntzündungshemmend, antioxidativ
QuercetinZwiebeln, Knoblauch, Kapern, SchnittlauchtäglichZwiebel nach dem Schneiden 10 Min. stehen lassen
CurcuminKurkuma mit schwarzem Pfeffer1 TL täglichHemmt DNA-Methyltransferasen

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Epigenetischer Status

microRNA.

microRNAs steuern die Aktivität Ihrer Gene fein und spiegeln das aktuelle Stoffwechsel- und Entzündungsgeschehen wider. Wie die Methylierung sind sie über den Lebensstil beeinflussbar.

miR-21Entzündung und Mikronährstoffe

Verschlechtert sich bei stärkerem Entzündungsgeschehen sowie bei schlechter Zink- und Folatversorgung.

3 / 9Außerhalb
159

Bei einem roten oder gelben Wert ist ein normaler BMI anzustreben; zusätzlich lohnt die gezielte Zink- und Folatzufuhr. Antioxidative Mikronährstoffe wie Vitamin D, Vitamin E und Lycopin sowie Resveratrol unterstützen die Immunregulation.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
ZinkKürbiskerne, Haferflocken, Linsen, Käse, RindfleischtäglichSchlechte Zinkversorgung verschlechtert den Wert
FolatBlattgemüse, Hülsenfrüchte, Tomate, SprossentäglichSchlechte Folatversorgung verschlechtert den Wert
ResveratrolTraubenschalen, Heidelbeeren, Erdnüsse1 Portion Beeren/TagHemmt den NF-κB-Signalweg
Vitamin DLachs, Butter, Ei, Avocado, PilzeregelmäßigWichtig für die Immunregulation
Vitamin EWeizenkeimöl, Nüsse, Spinat, BrokkolitäglichAntioxidativ, schützt Zellmembranen
LycopinTomaten, Melone, Karotten, PapayatäglichCarotinoid mit antioxidativer Wirkung

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miR-155FTO-Regulation und Fettgewebsbildung

Zentraler Regulator von Immun- und Entzündungsantworten; beeinflusst die Bildung von braunem bzw. beigem Fettgewebe.

8 / 9Optimal
159

Ihr Ergebnis liegt im optimalen Bereich. Sport, Fasten und Kältereize wirken zusätzlich günstig, aktivieren die Bildung von braunem bzw. beigem Fettgewebe und beeinflussen den FTO-Effekt positiv — besonders relevant, weil Ihre genetische FTO-Auswertung bei 2/9 liegt.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Regelmäßiger SportAusdauer und Kraft kombiniert150 Min./WocheWirkt nachweislich günstig auf diesen Wert
Kältereizekalte Duschen, Eisbaden, kühle Räumeregelmäßig, kurzAktiviert braunes/beiges Fettgewebe
Fasten-Phasenverlängerte nächtliche Essenspausenach RückspracheUnterstützt die Aktivierung von braunem Fettgewebe
QuercetinZwiebeln, Knoblauch, Kapern, Schnittlauchmind. 200 mg/TagBeeinflusst die Mitochondrien-Biogenese

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Genetik · Makronährstoffe

Metabotyp: Balancierter Typ.

Ihr Stoffwechsel bevorzugt keinen der drei Makronährstoffe besonders. Damit gilt für Sie die allgemeine Empfehlung der DACH-Referenzwerte — eine gute Ausgangslage, die keine besondere Anpassung der Verteilung erfordert. Wichtiger ist bei Ihnen die Qualität der Lebensmittel.

AnteilMakronährstoffHinweis
55 %KohlenhydrateVollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse als Basis
20 %Protein20–30 g pro Hauptmahlzeit
25 %FettSchwerpunkt auf ungesättigten Fetten

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Individuell berechneter täglicher Energiebedarf: 1.900 kcal.

Genetik · Bewegung

Sporttyp: Ausdauertyp.

Sowohl ACE als auch ACTN3 sprechen für eine Veranlagung zur Ausdauerleistung. Zur Einordnung: Die Genetik erklärt nur bis zu rund 20 % des Unterschieds zwischen Kraft- und Ausdauerleistung — Training, Ernährung und Konsequenz haben den weit größeren Einfluss.

GenIhr GenotypVeranlagung
ACEGG (homozygot)Eher Ausdauer — Variante, die mit besserer Sauerstoffnutzung und Effizienz assoziiert ist.
ACTN3TT (Wildtyp)Eher Ausdauer — XX-Typ ohne α-Actinin-3, mehr langsame, ausdauernde Muskelfasern.

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Genetik · Bewegung

Gewichtsverlust durch Sport.

Gewichtsverlust durch SportFTO rs1121980

Genotyp AT (heterozygot). Wie stark Sport allein zu Gewichtsverlust beiträgt.

2 / 9Erhöhter Bedarf
159

Sport allein führt bei Ihnen etwas langsamer zu Gewichtsverlust als bei anderen Genotypen. Der Effekt auf Fitness und Stoffwechselgesundheit bleibt unverändert bestehen — für eine Gewichtsreduktion lohnt sich die Kombination aus Bewegung und Ernährungsanpassung besonders.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
AusdaueranteilRadfahren, Laufen, Schwimmen2–3×/WocheSauerstoffversorgung, Grundlagenausdauer
KraftanteilGanzkörper-Krafttraining2×/WocheErhält Muskelmasse und Stoffwechselaktivität
Ernährung kombinierensiehe Metabotyp-EmpfehlungindividuellBei FTO der wirksamste zusätzliche Hebel

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Genetik · Stoffwechsel

Adipositas- und Diabetes-Veranlagung.

Genetische Veranlagung für Übergewicht und den Blutzuckerstoffwechsel — als Ausgangspunkt für gezielte Ernährung, nicht als Vorhersage.

Adipositas-Risiko

Zusammenfassung von Varianten, die mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht in Verbindung stehen.

7 / 9Genotypen: FTO rs9939609 TT · PPARG2 CC (Wildtyp) · MC4R CT · TCF7L2 CT · SLC6A14 CA · TFAP2B GGGünstig
159

Ihr Ergebnis liegt im günstigen Bereich — der genetische Hintergrund spricht nicht für ein erhöhtes Risiko. Mahlzeitenstruktur, Ballaststoffe und regelmäßige Bewegung halten diese gute Ausgangslage.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
BallaststoffeVollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüsemind. 30 g/TagVerlängert Sättigung, stabilisiert Blutzucker
Protein pro MahlzeitEier, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch20–30 g/MahlzeitUnterstützt Sättigungssignale
Bewegung150 Min./WocheSchwächt genetisch bedingte Effekte nachweislich ab

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Diabetes-Risiko

Gene, die Insulinausschüttung, Insulinsensitivität und den Blutzuckerstoffwechsel beeinflussen.

3 / 9Genotypen: TCF7L2 CT · IL-6 CG · ADRB3 GG (Wildtyp) · PPARG2 CCErhöhter Bedarf
159

Ihr Wert liegt außerhalb des günstigen Bereichs. Kohlenhydratqualität und regelmäßige Bewegung sind bei Ihnen die wirksamsten Stellschrauben — und zusammen mit dem roten miR-21-Wert der zweite Schwerpunkt dieses Befunds.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Niedriger glykämischer IndexVollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüsejede HauptmahlzeitVermeidet starke Blutzuckerspitzen
Bewegung nach dem Essenkurzer Spaziergang10–15 Min.Verbessert die Insulinsensitivität messbar

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Genetik · Essverhalten

Ernährungstyp.

Sättigung, Heißhunger und die Neigung, Gewicht zu verlieren oder zu halten — Ihre genetischen Stellschrauben rund ums Essverhalten.

Food Cravings

6 / 9MC4R CT · FTO rs9939609 TT · LEPR AA · SLC6A14 CA · PPARG2 CCModerat
159

Eine leicht erhöhte Neigung zu spontanen Essimpulsen. Mahlzeitenstruktur und Proteinzufuhr sind hier Ihre wirksamsten Hebel.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Protein zu jeder MahlzeitEier, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Tofu20–30 g/MahlzeitStärkstes bekanntes Sättigungssignal
Regelmäßige Mahlzeiten3 feste Zeiten/TagReduziert Blutzuckerschwankungen

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Hunger- und Sättigungsregulation

4 / 9MC4R, LEPR und FTO rs1121980 (AT) gemeinsamModerat
159

Ein etwas verzögertes Sättigungssignal — langsames, achtsames Essen gibt diesem Signal die nötige Zeit.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Langsames, achtsames Essenmind. 20 Min./MahlzeitGibt dem verzögerten Signal Zeit
Ballaststoffreiche KostGemüse, Vollkornmind. 30 g/TagVerlängert das Sättigungsgefühl

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Gewicht verlieren

5 / 9ADRB3 GG · PLIN CT
159

Erhöhter Unterstützungsbedarf bei Schlaf und Leptin-Sensitivität. 7–9 Std. Schlaf und kombiniertes Training 2–3×/Woche.

Gewicht halten

8 / 9TCF7L2 CT
159

Günstige Ausgangslage gegen den Jo-Jo-Effekt. Stabile Mahlzeitenzeiten und 150 Min. Bewegung/Woche erhalten sie.

Genetik · Mikronährstoffe

Vitaminaufnahme.

Wie gut Ihr Körper Vitamin D verwertet und Folat in seine aktive Form umwandelt — inklusive des daraus folgenden Bedarfs an B-Vitaminen.

FolatMTHFR

Genotyp homozygote Variante. Schlüsselenzym im Folatstoffwechsel.

2 / 9Erhöhter Bedarf
159

Ihre MTHFR-Ausprägung spricht für eine deutlich eingeschränkte Umwandlung von Folat in seine aktive Form (5-MTHF). Der Bedarf an Folat aus der Nahrung ist bei Ihnen höher als bei anderen Genotypen. Dieser Wert erklärt zugleich den roten LINE-1-Marker auf der epigenetischen Ebene — beide hängen am selben Stoffwechselweg.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Folat aus der Nahrunggrünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Spargel2–3 Portionen/TagMTHFR-Varianten profitieren von konstant hoher Zufuhr
Aktives Folat (5-MTHF)ggf. als Nahrungsergänzungnach ärztlicher AbstimmungUmgeht die eingeschränkte Umwandlung direkt

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Vitamin DTransport

GC (Vitamin-D-bindendes Protein), Genotyp GT (heterozygot)

7 / 9Günstig
159

Der Vitamin-D-Transport im Blut ist bei Ihnen nur geringfügig eingeschränkt. Das bedeutet keinen Mangel, macht aber einen Blutspiegel-Check in den sonnenarmen Monaten sinnvoll.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Vitamin Dfetter Fisch, Eier; Sonnenlicht15–20 Min./Tag regelmäßig, Spiegel prüfenKontrolle lohnt vor allem im Winter
Vitamin K2fermentierte Lebensmittel, Eigelb, HartkäsetäglichUnterstützt Vitamin D im Knochen- und Gefäßstoffwechsel

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B-VitamineBedarf

Folgt aus der MTHFR-Ausprägung über den Methylierungszyklus.

5 / 9Moderat
159
MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Vitamin B2Eier, Milchprodukte, VollkorntäglichDirekter Kofaktor des MTHFR-Enzyms
Vitamin B6Kartoffeln, Hülsenfrüchte, BananentäglichHomocysteinstoffwechsel
Vitamin B12Eier, Fisch, MilchproduktetäglichRegeneration von aktivem Folat

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Genetik · Fettstoffwechsel

Omega 3 und Blutfette.

Wie gut Sie pflanzliche Omega-3-Vorstufen verwerten und wie Ihre Blutfettwerte genetisch veranlagt sind.

Blutfette und Fettsäurestoffwechsel

2 / 9FADS1 TT · APOA5 AG · LPL AA (Wildtyp) · PPARG2 CCErhöhter Bedarf
159

Ihre FADS1-Ausprägung spricht dafür, dass der Körper pflanzliche Omega-3-Vorstufen (ALA) nur eingeschränkt in die aktiven Formen EPA und DHA umwandelt. Praktikabler ist es, EPA und DHA direkt aufzunehmen. Die separate Auswertung „Omega-3-Versorgung“ betrachtet ausschließlich diesen Umwandlungsschritt und liegt ebenfalls bei 2 / 9.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
EPA und DHA direktfetter Seefisch (Lachs, Makrele, Hering); alternativ Algenöl2×/Woche Fisch oder täglich AlgenölUmgeht die eingeschränkte FADS1-Umwandlung
Pflanzliche Omega-3-QuellenLeinöl, Walnüsse, Chiasamenergänzend, nicht als einzige QuelleWerden bei Ihnen nur teilweise umgewandelt
Omega-6 begrenzenSonnenblumen-, Distel-, Maiskeimöl sparsamim AlltagGünstiges Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis
Zucker und Weißmehl reduzierenzugunsten Vollkornim AlltagWirkt erhöhten Triglyceriden (APOA5) entgegen

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Genetik · Blutdruck

Salzsensitivität.

Salzsensitivität

8 / 9ACE, Genotyp GG (homozygot)Günstig
159

Ihre ACE-Ausprägung zeigt keine erhöhte Salzsensitivität. Grundsätzlich gilt: Wer salzreicher isst, sollte bewusst mehr trinken, damit überschüssiges Salz über die Nieren ausgeschieden wird.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Salzzufuhr im Blick behaltenverarbeitete Lebensmittel, Fertigproduktemax. 6 g Salz/TagReduziert Wassereinlagerungen
Ausreichend trinkenWasser, ungesüßter Teemind. 1,5–2 l/TagUnterstützt die Natriumausscheidung
Kalium aus Gemüse und ObstBananen, Kartoffeln, grünes GemüsetäglichWirkt salzbedingten Einlagerungen entgegen

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Genetik · Haut und Antioxidantien

Nutrikosmetik.

Hautelastizität, Feuchtigkeit und antioxidativer Schutz — wie Ernährung Ihr Hautbild von innen unterstützt.

Hautfeuchtigkeit

9 / 9AQPR CC (Wildtyp)
159

Ihre Haut hält Feuchtigkeit gut — eine normale Pflegeroutine reicht meist aus. Unterstützend: mind. 1,5–2 l Wasser täglich.

Oxidativer Zellschutz

7 / 9SOD2 AG (heterozygot)
159

Solider Schutz vor oxidativem Stress. Antioxidantien täglich und konsequenter UV-Schutz erhalten diese Ausgangslage.

Hautelastizität und Entzündung

IL-6 CG (heterozygot). Erhöhte Aktivität kann den Kollagenabbau beschleunigen.

6 / 9Moderat
159

Eine moderate Entzündungsneigung in der Haut — entzündungshemmende Ernährung wirkt sich bei Ihnen sichtbar auf das Hautbild aus.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
Omega-3-FettsäurenLachs, Leinsamen, Walnüsse2×/Woche FischUnterstützt die Hautbarriere
AntioxidantienBeeren, buntes Gemüse, grüner TeetäglichWirkt oxidativem Stress entgegen

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Antioxidative Kapazität

NADPH AG (heterozygot). Liefert die Reduktionskraft für zelluläre Antioxidans-Systeme.

4 / 9Moderat
159

Eine moderat reduzierte antioxidative Kapazität — die Zufuhr von Antioxidantien über die Ernährung unterstützt Ihre Haut zusätzlich.

MaßnahmeQuelleMenge / FrequenzWirkung
AntioxidantienBeeren, buntes Gemüse, grüner TeetäglichUnterstützt die zelluläre Abwehr freier Radikale
UV-SchutzSonnencreme, Kopfbedeckungbei SonnenexpositionReduziert die oxidative Belastung der Haut

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Genetische Grundlage

Alle analysierten Gene.

Die vollständige Liste der untersuchten Varianten mit Ihrem Genotyp. Diese Werte sind angeboren und bleiben lebenslang unverändert — eine Wiederholung der genetischen Analyse ist nicht sinnvoll.

GenIhr GenotypFunktion
FTO rs9939609TT (homozygot)Risiko-Allel A. Assoziiert mit BMI, Körperfettmasse und Taillenumfang bei hoher Zufuhr gesättigter Fettsäuren.
FTO rs1121980AT (heterozygot)Risiko-Allel A. Spricht schlechter auf Gewichtsverlust durch körperliche Aktivität an.
MTHFRhomozygote VarianteSchlüsselenzym im Folat- und Methylierungsstoffwechsel; beeinflusst den Homocysteinspiegel.
FADS1TT (homozygot)Steuert die Umwandlung pflanzlicher Omega-3/-6-Vorstufen in die aktiven, langkettigen Fettsäuren.
APOA5AG (heterozygot)Reguliert den Abbau von Triglyceriden im Blut und beeinflusst die Blutfettwerte.
LPLAA (Wildtyp)Baut Fette aus dem Blut ab; beeinflusst HDL-Cholesterin und die Blutfettwerte.
PPARG2CC (Wildtyp)Reguliert Fettzellbildung, -speicherung und Insulinsensitivität; beeinflusst Appetit und Sättigung.
PLINCT (heterozygot)Umhüllt Fetttröpfchen in Fettzellen und reguliert deren Auf- und Abbau.
ADRB3GG (Wildtyp)Reguliert die Fettverbrennung in Fettzellen und die Verwertung von Depotfett.
MC4RCT (heterozygot)Zentral an der Steuerung von Appetit-, Hunger- und Sättigungssignalen im Gehirn beteiligt.
LEPRAA (homozygot)Vermittelt das Sättigungssignal des Hormons Leptin.
SLC6A14CA (heterozygot)Transportiert Aminosäuren; beeinflusst Appetit, Sättigung und Stressessen.
TCF7L2CT (heterozygot)Beeinflusst die Insulinausschüttung nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten.
TFAP2BGG (Wildtyp)An der Regulation des Körpergewichts und der Fettverteilung beteiligt.
IL-6CG (heterozygot)Zentraler Botenstoff der Entzündungsregulation; beeinflusst Blutfette, Appetit und Stressessen.
GCGT (heterozygot)Beeinflusst den Transport von Vitamin D im Blut.
ACEGG (homozygot)Teil des Bradykinin-Aldosteron-Systems; beeinflusst Ausdauer-/Kraftveranlagung und Salzsensitivität.
ACTN3TT (Wildtyp)Beeinflusst die Muskelfaser-Zusammensetzung (schnelle vs. langsame Fasern).
AQPRCC (Wildtyp)Beeinflusst die Wassereinlagerung in der Haut.
NADPHAG (heterozygot)Trägt zur antioxidativen Kapazität der Zellen bei.
SOD2AG (heterozygot)Wichtiges antioxidatives Enzym, schützt Zellen vor oxidativem Stress.

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21 Varianten. Die Auswertungen auf Seite 04 entstehen jeweils aus mehreren dieser Gene gemeinsam; ein einzelner Genotyp lässt für sich genommen keine Aussage zu.

Zusammenfassung

Ihre drei Schwerpunkte.

Aus 21 Genen und vier epigenetischen Markern ergeben sich drei Bereiche, in denen sich Aufwand und Wirkung bei Ihnen am deutlichsten treffen.

01

Methylierungsstoffwechsel — Folat, B-Vitamine, Zink

Drei Werte zeigen in dieselbe Richtung: LINE-1 2/9 (epigenetisch), miR-21 3/9 (epigenetisch) und Folat/MTHFR 2/9 (genetisch). Das ist kein Zufall — alle drei hängen am selben Stoffwechselweg. Hier liegt der größte Hebel dieses Befunds, und es ist zugleich der einzige Bereich, dessen Wirkung sich in einer Kontrollmessung nachweisen lässt. Konkret: täglich grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte, B2/B6/B12 über Eier, Käse und fermentierte Lebensmittel, Zink über Kürbiskerne, Haferflocken und Linsen. Aktives Folat (5-MTHF) für zwei Monate nach ärztlicher Abstimmung.

02

Fettqualität — EPA und DHA direkt

Blutfette 2/9 und Omega-3-Versorgung 2/9. Ihre FADS1-Ausprägung macht pflanzliche Omega-3-Quellen allein unzureichend: Leinöl und Walnüsse werden nur teilweise umgewandelt. Zweimal wöchentlich fetter Seefisch oder täglich Algenöl umgeht diesen Engpass direkt. Gleichzeitig Omega-6-reiche Öle sparsam einsetzen.

03

Blutzuckerqualität statt Kalorienmenge

Diabetes-Risiko 3/9 bei gleichzeitig günstigem Adipositas-Wert (7/9). Für Sie zählt weniger die Menge als die Qualität der Kohlenhydrate: niedriger glykämischer Index zu jeder Hauptmahlzeit, 20–30 g Protein pro Mahlzeit und ein kurzer Spaziergang nach dem Essen. Da Sport allein bei Ihnen (FTO 2/9) langsamer wirkt, ist diese Kombination der wirksamere Weg.

Kontrolle und nächster Schritt

  • Eine Kontrollmessung der vier epigenetischen Marker ist frühestens nach 4 bis 6 Monaten sinnvoll — vorher sind Veränderungen nicht belastbar messbar.
  • Die genetischen Auswertungen bleiben unverändert und müssen nie wiederholt werden.
  • Ein Verlaufsvergleich der Messpunkte wird ab der zweiten Messung ausgewiesen.

Fragen zu Ihrem Befund?

Besprechen Sie die Ergebnisse mit der Einrichtung, die die Probenahme durchgeführt hat. Dort liegt der klinische Kontext vor, der für die Einordnung nötig ist.

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Musterbefund. Sämtliche Werte, Genotypen und Angaben zur Person in diesem Dokument sind frei erfunden und dienen ausschließlich der Darstellung des Berichtsformats. Es handelt sich nicht um einen realen Befund.

Einordnung. Dieser Bericht ist keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Beratung. Genetische Auswertungen beschreiben Veranlagungen, keine Erkrankungen; epigenetische Marker beschreiben einen Momentzustand. Beides ist im individuellen klinischen Kontext durch qualifiziertes Fachpersonal zu bewerten.

Rechtlicher Rahmen. Genetische Untersuchungen unterliegen dem Gendiagnostikgesetz (GenDG); Aufklärung und schriftliche Einwilligung sind vor der Probenahme erforderlich. Die Laboranalytik erfolgt durch unseren Kooperationspartner. Polaris Diagnostics Europe GmbH verantwortet Vertrieb und Betreuung.

© 2026 Polaris Diagnostics Europe GmbH · Stand: August 2026

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