Fachredaktion PolarisDX
Alles lief nach Plan: saubere Augmentation, präzise Insertion, gute Primärstabilität. Und trotzdem meldet sich der Patient sechs Wochen später mit Lockerung. Implantatverlust trotz einwandfreier Technik ist frustrierend – für Sie und für den Patienten. Doch bevor Sie den Fehler im chirurgischen Protokoll suchen, lohnt sich ein Blick auf einen Faktor, der in den wenigsten Praxen routinemäßig erhoben wird: den Vitamin-D-Status.
Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und erfolgreicher Osseointegration ist mittlerweile gut belegt. Dennoch wird der 25-OH-Vitamin-D-Spiegel vor Zahnimplantaten nur selten bestimmt – ein Versäumnis, das messbare Konsequenzen für den Implantaterfolg haben kann.
Was die Studienlage zur Osseointegration zeigt
Ein aktueller systematischer Review in Periodontology 2000 (Miron et al., 2025) hat 27 Humanstudien zur Beziehung zwischen Vitamin D und Implantat-Osseointegration ausgewertet. Das Ergebnis ist deutlich: 22 der 27 Studien bestätigen einen positiven Zusammenhang zwischen ausreichendem Vitamin-D-Spiegel und erfolgreicher Einheilung.
Kernbefunde
- Vitamin D Zahnimplantat: Mangel wurde mit einem bis zu vierfach erhöhten Risiko für frühe Implantatverluste assoziiert.
- Präoperative D3-Supplementierung verbesserte den Knochen-Implantat-Kontakt (BIC) und reduzierte Frühverluste – auch bei Risikopatienten (Diabetes, Osteoporose).
- Kwiatek et al. dokumentierten signifikant höhere Knochendichte nach 12 Wochen Vitamin D Supplementierung vor Implantologie-Eingriffen.
Quelle: Miron et al., Periodontol 2000, 2025; Javed et al., Implant Dent 2016; Mangano et al., J Craniofac Surg 2018
Gleichzeitig zeigen RKI-Daten, dass rund 30 % der Erwachsenen in Deutschland mangelhaft mit Vitamin D versorgt sind – nur etwa 38 % erreichen ausreichende Werte. In den Wintermonaten liegt der durchschnittliche Serumspiegel bei gerade einmal 12 ng/ml. Statistisch gesehen sitzt also bei jedem dritten Patienten auf Ihrem Behandlungsstuhl ein Risikofaktor, den Sie mit einer einfachen Maßnahme adressieren können.
Präoperatives Protokoll: Zielwerte und Dosierung
Für einen optimalen Vitamin D Implantaterfolg empfiehlt die aktuelle Literatur einen 25-OH-Vitamin-D-Spiegel von mindestens 30 ng/ml (75 nmol/l), idealerweise 40–60 ng/ml. Bei Patienten mit einem Ausgangswert unter 20 ng/ml sollte die Implantation nach Möglichkeit verschoben werden, bis adäquate Werte erreicht sind.
| Ausgangsspiegel | Empfohlene Tagesdosis | Dauer bis Kontrolle |
|---|---|---|
| < 10 ng/ml (schwerer Mangel) | 5.000–10.000 IE D3 + 200 µg K2 | 8 Wochen |
| 10–20 ng/ml (Mangel) | 4.000–5.000 IE D3 + 200 µg K2 | 6–8 Wochen |
| 20–30 ng/ml (suboptimal) | 2.000–4.000 IE D3 + 100 µg K2 | 4–6 Wochen |
| > 30 ng/ml (ausreichend) | 1.000–2.000 IE D3 (Erhaltung) | — |
Die Kombination mit Vitamin K2 (MK-7) ist bei höheren Dosen empfehlenswert: K2 aktiviert das Osteocalcin, das für die gezielte Einlagerung von Calcium in die Knochenmatrix verantwortlich ist – genau der Prozess, der bei der Osseointegration entscheidend ist.
Hinweis: Die Dosierungsempfehlungen dienen als Orientierung. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Sarkoidose oder anderen Kontraindikationen ist eine individuelle Anpassung erforderlich.

Vitamin-D-Diagnostik in der Praxis
Den 25-OH-Vitamin-D-Spiegel direkt am Behandlungsstuhl bestimmen – in unter 15 Minuten.
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Viele Praxen, die den Vitamin-D-Spiegel vor Implantationen bestimmen, stehen vor derselben Situation: Der Test zeigt einen Mangel, die Empfehlung lautet „bitte supplementieren" – und dann? Der Patient nickt, verlässt die Praxis und kauft irgendein Präparat in der Apotheke. Oder auch nicht.
Das Ergebnis: Keine Kontrolle über die Compliance, keine Sicherheit über das Präparat, und die Praxis verschenkt den therapeutischen Abschluss ihres eigenen Befundes an Dritte. Der Behandlungspfad Testen → Erkennen → Handeln bricht nach Schritt zwei ab.
Den Behandlungspfad in der Praxis schließen
Mit einem Vitamin D3+K2 Spray als Praxis-Dispensierprodukt schließen Sie genau diese Lücke. Sublingual appliziert, hohe Bioverfügbarkeit, sofort beim Befundgespräch aushändigen. Der Patient geht mit der Lösung nach Hause – nicht nur mit der Diagnose.
Die Kombination D3+K2 ist dabei kein Marketing-Zusatz, sondern physiologisch begründet: Vitamin K2 aktiviert Osteocalcin, das Calcium gezielt in die Knochenmatrix einlagert. Gerade bei Patienten, bei denen Sie aktiv Knochen aufbauen wollen, ist diese gerichtete Mineralisation entscheidend für den Implantaterfolg.
Als Dispensierprodukt generiert das Spray wiederkehrende Einnahmen pro Patient – bei null zusätzlichen Arbeitsschritten, weil es direkt an den bestehenden Testprozess anschließt.
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Häufige Fragen
Beeinflusst Vitamin-D-Mangel die Implantateinheilung?
Ja, ein niedriger 25-OH-Vitamin-D-Spiegel kann die Knochenheilung nach Implantatinsertion negativ beeinflussen. Studien zeigen, dass Patienten mit Serumwerten unter 20 ng/ml signifikant häufiger Frühverluste erleiden als Patienten mit ausreichenden Werten über 30 ng/ml.
Warum D3 zusammen mit K2 supplementieren?
Vitamin K2 (MK-7) lenkt das durch D3 vermehrt aufgenommene Calcium gezielt in die Knochen, indem es Osteocalcin aktiviert. Ohne K2 besteht theoretisch ein Risiko für Gefäßverkalkungen. Die Kombination ist besonders bei längerer Supplementierung und höheren D3-Dosen sinnvoll.
Wie häufig ist Vitamin-D-Mangel in Deutschland?
Das Robert Koch-Institut stuft etwa 30 % der erwachsenen Bevölkerung als mangelhaft versorgt ein (unter 30 nmol/l bzw. 12 ng/ml). In den Wintermonaten verschärft sich die Situation deutlich – rund 60 % erreichen dann keine adäquaten Spiegel.
Welcher Vitamin-D-Spiegel wird vor Implantation empfohlen?
Für eine optimale Osseointegration empfehlen aktuelle Studien einen 25-OH-D-Serumspiegel von mindestens 30 ng/ml (75 nmol/l), idealerweise 40–60 ng/ml. Bei Risikopatienten mit Diabetes oder Osteoporose kann ein höherer Zielwert sinnvoll sein.